Vorhänge sehen wir oft nur als Dekoration. Dabei sind sie vielleicht das fleißigste Textil in einem Raum.

Beginnen wir mit dem Licht. Gardinen streuen das Licht, mildern grelle Sonne und schützen tagsüber die Privatsphäre. Verdunkelungsvorhänge halten das Licht dank einer speziellen Beschichtung auf der Rückseite oder eines sehr dichten Gewebes fast vollständig ab. Für Nachtschichtarbeiter oder Kinderzimmer verändern sie die Schlafqualität unmittelbar. Auch die Wärme zählt: Ein schwerer, gefütterter Vorhang hält im Winter einen Teil der Wärme zurück, die durch das Glas entweicht, und bremst im Sommer die Aufheizung des Raumes durch die Sonne.

Eine selten besprochene Seite ist der Klang. Ein leerer, halliger Raum wird mit schweren Stoffvorhängen spürbar ruhiger. Achten Sie bei der Wahl auf die Raffung. Stoff in der zwei- bis dreifachen Breite des Fensters sorgt dafür, dass der Vorhang schön fällt und all diese Aufgaben richtig erfüllt. Schließlich zählt bei sonnenseitigen Fenstern die Faserwahl. Baumwolle und Seide werden unter der UV-Strahlung der Sonne mit der Zeit schwach und mürbe. Polyester ist in dieser Hinsicht weit widerstandsfähiger.