Sie haben bestimmt schon bemerkt, dass sich auf einem Laken nach einiger Zeit kleine Knötchen bilden, vor allem am Fußende. Das nennt man Pilling. Es stört nicht nur den Anblick, sondern auch den Griff.
Die Ursache ist Reibung. Fasern lockern sich an der Oberfläche, ihre Enden treten heraus und verschlingen sich beim Reiben zu kleinen Knötchen. Dabei gibt es einen interessanten Unterschied. Bei reiner Baumwolle fallen diese Knötchen mit der Zeit von selbst ab, weil die Baumwollfaser verhältnismäßig schwach ist. Bei Polyestermischungen dagegen ist die Polyesterfaser so stark, dass sie das Knötchen am Stoff festhält. Die Knötchen fallen nicht ab, sie sammeln sich. Deshalb sehen billige Polyester-Baumwoll-Mischungen so schnell „abgenutzt“ aus.
Auch Produkte aus kurzstapeliger Baumwolle neigen stärker zu Pilling; die Frage der Faserlänge aus dem Beitrag über lange Fasern kommt hier wieder ins Spiel. Vorbeugen lässt sich, indem man die Wäsche auf links wäscht, die Maschine nicht überlädt und nichts mit rauen Oberflächen zusammen wäscht. Haben sich Knötchen gebildet, entfernt ein Fusselrasierer sie, ohne den Stoff zu beschädigen.
