Wenn wir über Schlafqualität sprechen, reden wir meist über die Matratze, die Dunkelheit im Raum und unsere Bildschirmgewohnheiten. Der Stoff, der die ganze Nacht Ihre Haut berührt, kommt in diesem Gespräch selten vor. Dabei ist er ziemlich entscheidend.
Beim Einschlafen muss der Körper seine Kerntemperatur leicht senken. Diese Absenkung gehört zum Übergang in den Tiefschlaf. Erleichtert der Stoff auf Ihrer Haut die Abgabe von Wärme und Feuchtigkeit, gelingt dem Körper dieser Übergang mühelos. Behindert er sie, wachen Sie mitten in der Nacht verschwitzt auf, schieben die Decke weg, frieren dann und decken sich wieder zu. Das Gefühl am nächsten Morgen, „geschlafen, aber nicht erholt“, kommt oft daher.
Atmungsaktive Naturfasern, also Baumwolle, Leinen und Wolle, regeln dieses Gleichgewicht von Feuchtigkeit und Wärme viel besser als Synthetik. Wichtig ist dabei, das Bett als System zu betrachten. Schlafanzug, Bettbezug, Bettdecke und Matratzenschoner ergänzen einander. Wenn Sie einen Baumwollbezug, aber einen Polyesterschlafanzug und einen Matratzenschoner aus Plastik verwenden, bestimmt das schwächste Glied der Kette das ganze System. Eine kleine Änderung, vielleicht ein einziges Teil, kann Ihre Nächte mehr verändern, als Sie erwarten.
